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Konvergenz, Emergenz, …

Medien – Technologien – Konvergenz – Emergenz – Immersion – Innovation …

Was treibt die aktuelle Medienentwicklung an, wohin kann es führen und was bedeutet es für den “Nutzer” der Neuen Medien, welchen Einfluss hat sie auf soziale und wirtschaftliche Entwicklungen? Im Folgenden versuchen wir, uns einigen Antworten zu nähern.

 

 

Konvergenz: aus dem Spätlateinischen ´convergere´ (sich hinneigen, zusammenstreben)

Medien-Konvergenz (technische-, inhaltliche und wirtschaftliche Medien-Konvergenz)
Vorweg ein Zitat, welches das Thema Medien-Konvergenz hervorragend zusammenfasst:
Zitat: “Mit zunehmender Geschwindigkeit und Breitenwirkung findet eine umfassende Mediatisierung der Lebenswelt statt. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit erfolgt im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Raum mittlerweile fast ausnahmslos über Medien, die im Zuge der Digitalisierung interaktiv und multimedial geworden sind. Die Fusion von Text, Bild und Ton sowie die zunehmend interaktiven Formen der Mediennutzung führen – nicht nur im Internet – zu einer Neuorganisation des kulturellen Wissens wie des sozialen Gedächtnisses.
[Quelle: Medienkonvergenz Uni Mainz] Auf den Seiten Medienkonvergenz der Uni Mainz finden Sie weitere interessante Beiträge.

Technische Medien-Konvergenz
Die Grundlage der technischen und inhaltlichen Medienkonvergenz ist die Digitalisierung der Inhalte, sowie zunehmenden Bandbreiten. Die Etablierung des WWW scheint der größte Treiber dieser Entwicklung zu sein, sowohl durch die parallelen technisch-technologischen Entwicklungen als auch durch die Präsentationsmöglichkeiten von Inhalten und Angeboten (Web 2.0, Web 3.0).
Neueste technische Endgeräte (Smartphones) werden zu multifunktionalen und mobilen Ein- und Ausgabeeinheit. Diese ermöglichen den Zugrif auf Inhalte, die bisher nur spezifischen Geräten (Telefon, TV-Gerät, Radio, DVD-Player, PC, …) vorbehalten war und auf unterschiedlichen Wegen  übertragen wurden.

Neben den technologischen Entwicklungen und Werkzeugen des Web 2.0 (aktuell: HTML5, CSS3, XML, IPv6, JavaScript, AJAX, SOAP, DOM …)
rückt ein weiterer Ansatz in den Mittelpunkt – das Semantic Web (Web 3.0, Linked Data, Linked Open Data). Aber dazu in Kürze mehr.

Inhaltliche Medien-Konvergenz
Information, Entertainment, Kommunikation, Interaktion, Transaktion – alles ist mit einem einzigen Endgerät empfang- bzw. machbar. In einem eShop ist heute die Kombination von Bild, Text, Audo, Video, Livestream, Interaktion und Transaktion für die Präsentation und den Verkauf jedes einzelnen Produktes möglich, ohne dass eine Vielzahl von Interaktionen (Klick, Touch) durch den User notwendig werden. In der Modebranche fehlt einzig noch der holografische Echtzeitavatar mit der aktuellen Figur des Users, um das Verkauferlebnis an das Reale im Warenhaus anzunähern.

Wirtschaftliche Medien-Konvergenz
Die technische und inhaltliche Konvergenz fördert das Zusammenwachsen und Verschmelzen, traditioneller Informations- und Kommunikationsbereiche und damit zumindest neue Kooperationen von Medienunternehmen.

Soziale Medien-Konvergenz
Neben den oben genannten Konvergenzbereichen gibt es einen weiteren Aspekt: die Nutzung der Neuen (konvergenten) Medien. Denn genau genommen förderten die so genannten Social Media Netzwerke und deren User die technische und inhaltliche Konvergenzentwicklung der Medien immens. Aus reinen Konsumern des Web wurden Medienproduzenten, was wiederum die Entwicklung von Produktionstools und Präsentationsplattformen förderte. 

Die Konvergenz der Medien hat weitere Auswirkungen. So bildete sie die Grundlage für das Phänomen:

Emergenz von Anwendungen und Medien. Als Emergenz bezeichnet man die spontane Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen innerhalb eines Bereiches durch vorhandene Unterbereiche oder Funktionen. Oder so sagt es Wikipedia: Emergenz ist die spontane Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente. Dabei lassen sich die emergenten Eigenschaften des Systems nicht – oder jedenfalls nicht offensichtlich – auf Eigenschaften der Elemente zurückführen, die diese isoliert aufweisen.

Ein Beispiel für emergente Strukturen stellt das Thema Social Media dar.  Auf der Basis des Mediums Internet bildeten sich neue Strukturen des medialen Informationsaustausches und der Interaktion ab. Dazu gehören als Trendsetter Youtube, Flickr bis zu Twitter, Facebook Co. Beinahe könnte man sagen, dass das Internet durch das so genannte Web 2.0 noch einmal erfunden wurde.

Immersion
Lateinisch ´immersio` – “Einbetten”, “Eintauchen”. Immersion steht heute auch für die Virtuelle Realität (Virtual Reality), in Film, Literatur und vorallem im Spielebereich. Ein erster Ansatz für eine online virtual reality war das Second Life.  Die Menschen tauchen ein in die virtuelle Welt,   die reale und die virtuelle Welt vermischen zunehmend. Augmented (Erweitert) oder Mixed Reality sind die aktuellen Begriffe für die neuesten Entwicklungen. Als Augmented Reality wird eine computergestützte Wahrnehmung bezeichnet, durch die reale und virtuelle Informationen zu einer erweiterten Realität (Wirklichkeit) verschmelzen.

Interessante Links:

Beispiel für Mehrwert durch Augmented Reality

Tripwire Magazin Augmented Reality Apps

Neue Medien und Technologien verändern in hohem Tempo unsere Lebenswelten. Wie aber gehen wir mit diesen Entwicklungen um, wie können auf deren Basis neue Innovationen geschaffen werden. In welcher Form wird jeder Einzelne in diese Neuen Medienwelten integriert? Viele Fragen, auf die Diskussionen und Forschungen zum  Thema “Medienkompetenz” eine Antwort geben sollen.

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